Das Projekt Energieeffizienz des Freundeskreises ist abgeschlossen.

18 Monate Stromablesen bei 19 Familien mit insgesamt 88 Personen, hat es sich gelohnt unser Projekt? Was kam dabei heraus? Dazu haben wir einen ausführlichen Bericht geschrieben und unser Projekt am 22.10. im Rutesheimer Rathaus unserer Bürgermeisterin und Vertretern der Stadtverwaltung vorgestellt. Hier geht es zu unserem Bericht: Weiterlesen „Das Projekt Energieeffizienz des Freundeskreises ist abgeschlossen.“

Global denken, lokal handeln.

MARGA näht für Rutesheim und spendet für Togo.

Unsere Nähnadeln glühten schon, als unser internationales Nähteam beschloss Behelfsmasken für Besucher der Rutesheimer Bücherei zu nähen.
Über das Wochenende setzten sich Frauen und Männer aus Afghanistan, Deutschland, Irak und Syrien zuhause an ihre Maschinen. Schon am Montag sollten die Masken an unserem Maskenstand vor der Christian-Wagner-Bücherei gegen eine Spende verteilt werden. Viele Rutesheimer nutzten die Gelegenheit und erwarben eine MARGA-Behelfsmaske, die es in drei verschiedenen Größen gab. Wir freuen uns sehr, daß MARGA mit dieser spontanen Aktion gleichzeitig noch Lena’s Frauenprojekt in Togo unterstützen kann. Mit den Spendengeldern werden Frauen und ihre Familien von 10 Dörfern in Togo für das Thema Corona und Hygiene sensibilisiert und mit Masken versorgt. Vielen Dank an alle, die bei der Aktion mitgeholfen haben. Mehr Informationen über Lena’s Frauenprojekt findet ihr hier: www.lenasfrauenprojektintogo.wordpress.com (SW)

Quartalstreffen im September 2019


„Wie bringe ich Geflüchtete in Rutesheim in ein Arbeitsverhältnis?“, so eine der Leitfragen für unser Quartalstreffen im September. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Susanne Dornes hatten wir zu einem Netzwerkabend Rutesheimer Unternehmer, Geflüchtete und Unterstützer des Freundeskreises eingeladen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß es das seit langem best besuchte Treffen des Freundekreises war. Nach einem Erfahrungsbericht über ein Praktikum in Rutesheim und einem Vortrag über das Netzwerkprojekt des Landkreises „Migranten in Unternehmen (MiQnet)“, nutzten die Besucher unser Treffen zum regen Austausch. Am Ende des Abends konnten wir ein positives Resümee ziehen. Wir haben das Rutesheimer Netzwerk enger geknüpft und neue Kontakte wie zum Beispiel zu Frau Babeyeva vom MiQnet-Projekt hergestellt. Einen ausführlichen Bericht aus den Stadtnachrichten über das Treffen finden Sie hier https://freundeskreis-rutesheim.de/2019/10/06/bericht-aus-den-rutesheimer-stadtnachrichten-19-09-2019/. (SW)

Aus den Rutesheimer Stadtnachrichten 19/09/2019

Geflüchtete und Unternehmer aus Rutesheim finden zusammen
Reger Austausch bei Netzwerk-Veranstaltung

Der Andrang war so groß, dass noch schnell einige Stuhlreihen dazugestellt werden mussten. Das Interesse so stark, dass alle noch im angeregten Gespräch waren, als es Zeit für ein Fazit zur Veranstaltung wurde. Was so viele Menschen in den Bürgersaal in der Christian-Wagner-Bücherei gelockt hatte, war ein Treff für Geflüchtete und Unternehmer, auf die Beine gestellt vom Freundeskreis der Flüchtlinge und der Stadt Rutesheim.

Der Austausch stand an diesem Montagabend klar im Fokus. Die vorbereiteten Thementische fanden zunächst kaum Beachtung, weil sich einfach alle mitten im Raum unterhielten, immer wieder unterschiedliche Gruppen zusammenfanden und der Kontakt zwischen Geflüchteten, Unternehmern und Akteuren aus diesem Feld einfach ganz natürlich entstand. Es hatte sich eine lockere Atmosphäre entwickelt, in der die Menschen einfach ohne Scheu aufeinander zugingen. So konnten Fragen niederschwellig gestellt und offen beantwortet werden. Als Akteure aus dem Bereich der Migration waren der Freundeskreis der Flüchtlinge, Integrationsmanagerin Katharina Wojtulek, Alena Babeyeva vom Böblinger Landratsamt und die Rutesheimer Stadtverwaltung vertreten. Auch Menschen mit internationaler Geschichte standen für Fragen und Austausch bereit. Dem lockeren Kennenlernen ging ein kurzes Programm voraus, moderiert von Susanne Wochele vom Freundeskreis.
Manfred Pauschinger, ebenfalls vom Freundeskreis, führte ein Interview mit Abbulrahim Falla und Lisa Almert. Falla stammt aus Afghanistan, aus der Stadt Ghazni nahe Kabul. Im Mai 2016 kam er nach Rutesheim. Almert arbeitete als Personalchefin bei Hagebau Bolay mit Falla zusammen. Auf die Frage, warum Falla sein Heimatland verlassen hat, gab er eine erschütternd knappe und ehrlich Antwort: Jeden Tag Krieg und Anschläge. Es verwundert also nicht, dass sein Wunsch für die Zukunft ist, ein normales Leben ohne Krieg zu führen. Er suchte sich einen Praktikumsplatz, um mit Leuten in Kontakt zu kommen und Deutsch zu lernen, wie er erzählte. Nach seinem Praktikum bei Hagebau nahm er an einer Fortbildung vom Fachverband der Stuckateure teil. Über ein weiteres Praktikum bekam er die Chance, dauerhaft in einem Betrieb zu bleiben. Dort arbeitet er nun seit zwei Jahren, hat einen unbefristeten Vertrag und kommt selbst für seinen Lebensunterhalt auf.
Was ging Lisa Almert durch den Kopf, als sie erfuhr, dass sie einen Geflüchteten im Unternehmen betreuen wurde, wollte Pauschinger wissen. Sie habe nur gewusst, dass er nicht wirklich gut Deutsch spreche, erzählte Almert. Alle seien gespannt gewesen. Immerhin wisse man nie, wie Mitarbeiter und Kunden da reagieren. Was sich nach Fallas Ankunft jedoch gleich zeigte: „Er war arbeitswillig“, so Almert. Die Verständigung – besonders bei den vielen Fachbegriffen im Baumarkt – klappte mit Händen und Füßen.

Alena Babeyeva stellte das Projekt „MiQnet – Migranten in Unternehmen– Qualifizierungsnetzwerk“ vor. Es läuft seit Beginn des Jahres und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen im Kreis Böblingen. Babeyeva ist für die Koordination zuständig. Wie vielfältig ihre Aufgaben hierbei sind, machte sie anhand einiger Beispiele deutlich. Ziele des Projekts sind unter anderem die Vernetzung der Unternehmen, die Schaffung von Austausch- und Informations-foren sowie die Unterstützung bei der betrieblichen Integration von Arbeitskräften mit Migrationshintergrund. Dazu werden unter anderem Schulungen direkt in den Unternehmen angeboten. Zwei bis drei Mal im Jahr, so Babeyeva, finden Netzwerktreffen statt, bei denen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Sie selbst geht persönlich in die Betriebe, berät, unterstützt. Außerdem warb sie für eine Teilnahme am Unternehmerpreis für engagierte Betriebe.

Bürgermeisterin Susanne Dornes zeigte sich begeistert von dem Abend. Das Thema Integration sei für alle wichtig – auch die Unternehmen, denen es an Fachkräften mangele. Auf der anderen Seite sei es „für die Menschen sehr schwierig, wenn sie nicht arbeiten dürfen“. Gerne würde die Stadt fast alle Geflüchteten dezentral unterbringen, erklärte Dornes, denn es sei den Flüchtlingen lieber und würde die Integration erleichtern. Dafür fehle es jedoch an Wohnraum. Dornes betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis, die die Stadt gerne intensivieren würde.
„Ich möchte Ihnen allen Mut machen“, meinte die Bürgermeisterin insbesondere an die Arbeitgeber gewandt. „Man kann gute und schlechte Erfahrungen machen, aber ich glaube, die guten überwiegen.“ Die ganze Veranstaltung sei einfach eine „fantastische Idee“ gewesen. „Das funktioniert gut in Rutesheim“, fand Manfred Pauschinger. Vor Ort gebe es „eine starke Gesellschaft“. Der Abend schien seinen Zweck erfüllt zu haben, denn wie Pauschinger feststellte: „Es sind viele neue Kontakte entstanden.“

Infoabend für Unternehmer

Wie bringe ich Geflüchtete in Rutesheim in ein Arbeitsverhältnis?
Wie können sich Unternehmen auf die mögliche Herausforderung vorbereiten?
Wer sind Ihre Ansprechpartner?

Bürgermeisterin Susanne Dornes wird die Vorstellungen und Ziele der Stadtverwaltung Rutesheim zum Thema Integration durch Arbeit erläutern.
Ein junger Mann wird im Gespräch von seinen Erfahrungen als Praktikant berichten und davon, wie es für ihn weiterging.
Alena Babeyeva vom Landratsamt Böblingen stellt ein Projekt des IQ Netzwerks Baden-Württemberg („MiQnet“) vor. Dieses zielt auf die nachhaltige Verbesserung der betrieblichen Integration von Arbeitskräften mit Migrationshintergrund und richtet sich mit seinem Angebot an Unternehmen.
Im Anschluss daran bietet sich Gelegenheit zur Begegnung und zum direkten Austausch. An verschiedenen Thementischen stehen die genannten Akteure bereit, um Fragen zu beantworten.
Ebenfalls dabei sein wird Katharina Wojtulek, Integrationsmanagerin der Stadt Rutesheim.
Der Freundeskreis der Flüchtlinge Rutesheim wird sich und seine verschiedenen Unterstützungsangebote präsentieren.
Alle Vertreter von Betrieben sowie andere mögliche Arbeitgeber aus Rutesheim und Umgebung sind herzlich eingeladen, um sich zu informieren und am Austausch teilzunehmen.

Deutsch- und Mathenachhilfe gesucht

Familie Mosawi kommt aus dem Irak und wohnt im Camp in der Margarete-Steiff-Straße.
Amir ist 16 Jahre und macht gerade den Hauptschulabschluss. Er braucht dringend Mathenachhilfe, gerne auch noch in den Sommerferien.
Sein Bruder Ali ist 23 Jahre und macht eine Ausbildung zum Altenpfleger.
Er hat Unterstützung beim Lernen gefunden. Vielen Dank an die neue Sprachhelferin.

Wer hat Lust und Zeit Amir bei der Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss zu helfen?
Bitte melden Sie sich beim Koordinationsteam. 
Sprachbox-Tel: 03212 12 08 471 oder per Mail fk-rutesheim@web.de

Nähen für einen guten Zweck, Teil 2

Viele fleißige neue und alte Rutesheimerinnen haben in der Nähwerkstatt MARGA für die Osteraktion der Herzenssache genäht. Kleine gefüllte Häschennester sollen Eltern und Kindern, die Ostern mit ihren Kleinsten im Krankenhaus verbringen, eine Freude machen. Über 35 Häschen sind in unserer Nähwerkstatt entstanden und warten nun auf ihren Einsatz.

Uns hat die Aktion jetzt schon viel Freude bereitet.

Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben.

Hier und Dort – Ausstellung in der Christian-Wagner-Bücherei Rutesheim

Ein Fotoprojekt junger Geflüchteter aus Afghanistan 

9.11. 2018 – 18.01.2019 

 

 

Flüchtlinge aus Afghanistan leben seit 2015 auch in unserer Region. Zum Beispiel in Ludwigsburg, wo es seitdem in den Räumen der Stadtkirchen-Gemeinde wöchentliche Begegnungen mit jungen Afghanen gab. Da die jungen Männer anfangs noch nicht so gut unsere Sprache beherrschten, halfen außer Gesten vor allem Bilder.

Weiterlesen „Hier und Dort – Ausstellung in der Christian-Wagner-Bücherei Rutesheim“

4 Jahre ………….. echt, schon so lange?

Rückblick auf 4 Jahre Freundeskreis

Auf den 25.11.2014 lädt der da­malige Rutesheimer Bürgermeister Dieter Hofmann zu einem Informationsabend ins Rathaus ein. Ge­sucht werden „engagierte Mitbürgerinnen und Mit­bürger“ zur ehrenamtlichen Mithilfe bei der Betreu­ung von Flüchtlingen. Ca. 70 Personen fühlen sich von diesem Aufruf, der am 30.10.14 in den Stadtnachrichten Rutesheim veröffentlicht wurde, angesprochen. Von Anfang an mit dabei waren Karl Schumacher und Susanne Wochele. Beide sind heute noch im Koordinationsteam des Freundeskreis der Flüchtlinge Rutesheim.

Susanne Wochele und Karl Schumacher

Herr Schumacher, welche Gedanken hatten Sie da­mals, vor vier Jahren, als Sie zum ersten Treffen gingen? Welches waren Ihre Beweggründe?
KS: Es gab mehrere Faktoren bei der Entscheidung. Als Rentner hatte ich noch freie Zeit für ein Engagement und als am aktuellen Geschehen interessierter Rutesheimer Bürger den Wunsch, mich in einem Projekt einzubringen.
Und wie sind Sie, Frau Wochele, zum Freundeskreis gekommen?
SW: Über den Aufruf in den Stadtnachrichten.

Weiterlesen „4 Jahre ………….. echt, schon so lange?“

Herzenssache – Nähen für einen guten Zweck

Am 29.09. und 13.10.18 waren fleißige Näherinnen gemeinsam mit unserer Nähgruppe MARGA  im evangelischen Gemeindehaus bei der Aktion „Herzenssache“ am Werk.

Wir haben kleine Kleider und Deckchen für Frühchen und Sternenkinder genäht, die einer Klinik gespendet werden und dort Verwendung finden. Der zugeschnittener Stoff wurde vom Verein „Herzenssache“ zur Verfügung gestellt.

Sind sie nicht süß, die kleinen Hosen, Pucksäcke, Decken und Kissen?

Wir hatten viel Spaß beim Nähen.
Vielen Dank an alle, die im evangelischen Gemeindehaus dabei waren.
Weitere Informationen zum Verein Herzenssache

Strändle 2018

 

Am Montagnachmittag, den 30. Juli 2018 war beim 2. Rutesheimer Strändle auch der Freundeskreis wieder mit einem Stand vertreten. Als Standort gab uns die Strändle-Leitung einen idealen Schattenplatz bei den Fahrradständern an der Apotheke. Pünktlich um 14 Uhr war unser Stand mit Zeltdach von fleißigen Helfern des Freundeskreises fertig aufgebaut. Weitere Ehrenamtliche und Mitglieder der Projektgruppe „berufliches Empowerment für Flüchtlingsfrauen“ bildeten die Stammbesatzung. Es gab orientalisches Gebäck von der Projektgruppe und ein erfrischendes Kaltgetränk, ideal bei dem heißen Wetter.

Im Laufe des Nachmittags stand zunächst die Betreuung von Kindern im Strändle-Sand beim Burgenbauen und Wasser-Mantschen im Vordergrund. Schnell spielten die Kinder der Frauen der Projekt-Gruppe mit anderen Rutesheimer Kindern zusammen. Derweil hatte die Leiterin des Projekts vom Landratsamt die Gelegenheit, allen Interessierten gemeinsam mit den beteiligten Frauen das Projekt vorzustellen. Es handelt sich dabei um ein gefördertes Qualifizierungsprogramm speziell für Frauen.

Weiteres Thema am Strändle-Stand war auch das gemeinsame Gartenprojekt einer afghanischen und einer deutschen Familie, die zusammen mit viel Freude einen Garten im Aussenbereich von Rutesheim bewirtschaften. Fotos von den erfolgreichen Ernten der letzten Wochen machten die Runde. Weiterlesen „Strändle 2018“

Der größte Wunsch: Arbeit, eine Wohnung und deutsche Nachbarn.

Der Freundeskreis Flüchtlinge hat im letzten Herbst eine Umfrage unter 50 Geflüchteten in Rutesheim gemacht. Dabei wurden sie gefragt: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, egal was – für Ihr Leben hier, für Ihre Zukunft, was würden Sie sich wünschen? Auf Platz 1 der Wunschliste kam Arbeit und eine Wohnung /… die ich selbst bezahlen kann / … in Rutesheim /… einen kleinen Garten/… und deutsche Nachbarn.

Die Menschen in der Landkreisunterkunft leben teilweise schon seit knapp 2 Jahren in Rutesheim.  Sie gehen hier in den Kindergarten oder zur Schule und konnten Kontakte auch außerhalb des Camps knüpfen. Sie gehen in Leonberg zur Berufsschule und zu berufsvorbereitendeTestingn Kursen. Sie haben – Sie erinnern sich vielleicht an den einen oder anderen Bericht darüber, den wir an dieser Stelle veröffentlichen durften –  Praktikas machen dürfen und haben eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle in Rutesheim. Sie haben mit Ihrer und der Unterstützung von Erzieherinnen, Lehrern, Sprachhelfern und Helfern aus dem Freundeskreis die ersten Schritte zur Integration gemeistert. Sie lernten und erlernen die deutsche Sprache, haben Rutesheim kennen und schätzen gelernt. Unsere Flüchtlingsfrauen aus der Nähwerkstatt haben sich sozial engagiert und mit zwei Projekten die Kinderkrebsstation im „Olgäle“ unterstützt. Man kann mit Recht sagen, sie sind tatsächlich angekommen in Deutschland, in Rutesheim. Weiterlesen „Der größte Wunsch: Arbeit, eine Wohnung und deutsche Nachbarn.“

Zu Gast bei Freunden – unser Sommerfest

Schon beim Betreten des Gemeindehauses merkte man, dass an diesem Tag etwas anders sein musste als sonst: Die Gerüche verschiedener bekannter und unbekannter Gewürze und Gerichte vermischten sich zu einer Geruchs-Vielfalt, die es so in diesem Gebäude normalerweise nicht gibt.

Am Samstag, den 15. Juli waren die Rutesheimer eingeladen, „zu Gast bei Freunden“ zu sein, die Gastfreundschaft der Köchinnen und Köche aus Syrien, Irak, Libanon, Afghanistan und Deutschland zu genießen und einen schönen gemeinsamen Nachmittag und Abend zu verbringen.

 

Weiterlesen „Zu Gast bei Freunden – unser Sommerfest“

Das „Café International“ wird zwei

Ende April wurden es zwei Jahre, dass jede Woche einmal in Rutesheim ansässige Flüchtlinge mit Einheimischen im „Café International“ zusammen kamen. Ort des Geschehens: zunächst das alte Rathaus. Seit Sommer 2016 trifft man sich immer freitags ab 16.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Pfarrstraße. Inzwischen hat sich ein Stammpublikum ganz unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters etabliert. Es herrscht eine entspannte, offene Atmosphäre, die es auch neuen Gästen leicht macht, Gesprächspartner zu finden und Menschen mit ihren unterschiedlichen Ansichten und Biografien kennen zulernen. Weiterlesen „Das „Café International“ wird zwei“

Schnupperpraktikum: Nähen für einen guten Zweck

Für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Margarete-Steiff-Straße in Rutesheim veranstalten einige Fachfrauen des Freundeskreises seit einem halben Jahr Kurse für das Arbeiten an Nähmaschine und Zuschneidetisch. Diese erfreuen sich großen Zuspruchs.

Stoffspenden kommen auf vielen Wegen in die Nähwerkstatt.(SW)
Stoffspenden kommen auf vielen Wegen in die Nähwerkstatt.(Quelle:SW)

Freitags im Schnupperpraktikum können die Teilnehmerinnen ihre handwerklichen Fertigkeiten vervollkommnen und ganz nebenbei die deutschen Fachbegriffe kennenlernen. Lernziele sind genaues Zuschneiden nach Schnittplan, exaktes Nähen, Schnittkanten versäubern, verschiedene Nahtarten und deren Einsatzgebiete. Die Frauen bringen Erfahrung in Maschinennähen mit, sowie meist sehr gute Fertigkeiten beim Nähen von Hand.

Weiterlesen „Schnupperpraktikum: Nähen für einen guten Zweck“

Wir sagen DANKE!

Im Rutesheimer Weihnachtswald. (Quelle:SW)
Im Rutesheimer Weihnachtswald. (Quelle:SW)

Das Jahr 2016 geht zu Ende und wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. 

Viel ist in den vergangenen Monaten geworden und hat sich entwickelt. Für uns war es ein Jahr voller Begegnungen, besonderer Aktivitäten und auch so mancher Herausforderungen. Viele Menschen haben sich in unterschiedlichen Teams in die Freundeskreis-Arbeit eingebracht und wirksame Unterstützung von geflüchteten Menschen in Rutesheim geleistet.

So freuen wir uns z.B. … Weiterlesen „Wir sagen DANKE!“

Abgeschoben

Acht Tage vor Heilig Abend  2016 wurde in Rutesheim ein Ehepaar mit sechs Kindern ohne Ankündigung in den Morgenstunden von der Polizei abgeholt und  am selben Tag noch in den Kosovo abgeschoben. Wir konnten uns nicht von ihnen verabschieden. Ihr Pate, der die Familie fast zwei Jahre betreut hat, schreibt an den Familienvater.

Lieber Vllazrim Sokoli,

eine neue Heimat hast du hier gesucht, ein Land, in welchem es Arbeit gibt, in welchem deine Kinder zur Schule gehen dürfen, ein Land in welchem Gerechtigkeit herrscht, egal woher man stammt und an welchen Gott man glaubt.
Deshalb hast du dich auf den langen Weg gemacht, hierher zu uns und hast uns gezeigt, wie das geht, wenn man wirklich will. Selbst warst du dir nicht zu gut, jeden Tag, bei Wind und Wetter unsere Stadt sauber zu halten, für 85 Cent in der Stunde und das jetzt schon seit eineinhalb Jahren. Respekt und vielen Dank dafür! Kaum Aktionen,an denen ihr nicht gerne teilgenommen habt, oft habt ihr ausgeholfen, wenn Not am Mann war, oder jemand Hilfe brauchte, ohne lange zu fragen. Eure Mädchen waren beliebte Schülerinnen und hängten sich richtig rein, mit Erfolg. Kurzum, ihr seid hier zu einem bekannten und beliebten Teil unserer Rutesheimer Gesellschaft geworden und das aus eigenem Antrieb.
Klar, die schwarze Wolke der Abschiebung schwebte über euch, weil Kosovo angeblich ein sicheres Drittland sein soll, auch für Roma. Ihr habt hier Alles richtig gemacht, sagte ich euch immer wieder, und ich könne mir nicht vorstellen, dass jemand bei euch morgens um 6 Uhr klingelt, um euch nach einer halben Stunde Packzeit zur Zwangsabschiebung abzuholen. Das ist hier in Rutesheim schlichtweg nicht möglich, sagte ich, hier, wo jeder euch kennt, ihr gehört doch zu uns!
Jetzt ist es doch passiert, mein Freund und das tut mir unsäglich Leid. Dafür möchte ich mich bei dir und deiner Familie entschuldigen, das hattet ihr wahrlich nicht verdient. 8 Tage vor Weihnachten, keine Ankündigung, kein Abschied, abgeführt wie Verbrecher, ab ins Elend – was für ein Trauma.
Das macht hier viele Menschen fassungslos. Ich persönlich habe beschlossen, die Patenschaft zu euch, gemeinsam mit anderen, fortzusetzen!
Haltet durch, verzweifelt nicht, wir haben euch nicht vergessen! Auf ein baldiges Wiedersehen!

Manfred Pauschinger

Café International besuchte die Gemeinschafts-Unterkunft !

Das Cafè International war an den Freitagen 02.09. und 09.09.2016 zu Gast bei der Gemeinschafts-Unterkunft an der Margarete-Steiff-Straße. Ab dem 16.09.2016 findet das Café wieder im Gemeindehaus an der Pfarrstraße statt.

Das „Café International“ im alten Rathaus ist nunmehr ein Jahr alt!

2015Dezember 010  Von Arabisch über Kurdisch, Persisch bis zu Urdu: die Café-Besucher bringen viele Sprachen mit, doch gesprochen wird hauptsächlich Deutsch im (Sprach-) Café International. Seit Juni 2015, also seit einem Jahr, treffen sich Besucher jeden Alters im  ‚Alten Rathaus‘  bei Kaffee und Kuchen, und zwar immer dienstags von 15 bis 17 Uhr. Die Bäckerei Diefenbach spendet den Kuchen dafür. Wenn einmal kein Kuchen vom Vortag übrig ist, findet sich regelmäßig ein Hobbybäcker aus dem Freundeskreis. Mittlerweile kommen Rutesheimer zwanglos auf einen Schwatz vorbei oder informieren sich über die Arbeit des Freundeskreises. Schüler und Erwachsene treffen sich auf eine Runde UNO, das beliebteste Spiel bei den Besuchern.

Weiterlesen „Das „Café International“ im alten Rathaus ist nunmehr ein Jahr alt!“

Tag der offenen Tür in der Flüchtlingsunterkunft in der Margarete-Steiff-Str.

Zimmer in der Gemeinschaftsunterkunft Quelle: FK
Foto: FK

Großer Andrang herrschte am Donnerstag 19. Mai 2016 in der Flüchtlingsunterkunft in der Margarethe-Steiff-Str. Das Landratsamt hatte gemeinsam mit der Stadt Rutesheim zwischen 17:30h und 19:00h zu einem Tag der offenen Tür in die bezugsfertige Flüchtlingsunterkunft eingeladen. Etwa 150 interessierte Besucher ließen sich vom Leiter der Unterkunft, Herrn Busch, durch die Wohncontainer führen.  7 Quadratmeter stehen jedem der Bewohner zur Verfügung, die, wenn Sie diesen Artikel lesen, bereits eingezogen sind. Ab Montag 23. Mai ist die Unterkunft mit knapp 120 Personen belegt. Diese Flüchtlinge haben die letzten 3-6 Monate in einer Turnhalle im Berufsschulzentrum Leonberg und in einer Turnhalle in Böblingen auf engstem Raum gelebt.

Weiterlesen „Tag der offenen Tür in der Flüchtlingsunterkunft in der Margarete-Steiff-Str.“

„Engineers welcome“ Ein syrischer Ingenieur auf seinem Weg in die deutsche Arbeitswelt

Die erste Online-Jobbörse für Flüchtlinge und Arbeitgeber "Workeer" nutzt Zaher T. auch, um Arbeit zu finden. Foto: Workeer
Die erste Online-Jobbörse für Flüchtlinge und Arbeitgeber „Workeer“ nutzt Zaher T. auch, um Arbeit zu finden. Foto: Workeer

Der Mann wirkt ungemein entspannt und optimistisch. Er spricht erstaunlich gut deutsch. Dabei ist Zaher T. erst seit Herbst 2014 hier. Sein offizieller Integrationskurs ist allerdings erst jetzt für Mai 2016 anberaumt. Der 35-jährige Ingenieur aus Damaskus kam mit Frau und zwei Kindern in ein Land, das sich viel auf seine Ingenieurskunst zu gute hält. Zaher T. hat wie seine Frau Maschinenbau studiert und bereits sieben Jahre Berufserfahrung. In dem seit fünf Jahren vom Bürgerkrieg zerrütteten Syrien sah er keine Zukunft mehr für sich und seine Familie. Die Sprache ihrer Wunschheimat haben sich die beiden mithilfe von Intensivkursen beigebracht – und Weiterlesen „„Engineers welcome“ Ein syrischer Ingenieur auf seinem Weg in die deutsche Arbeitswelt“

Was uns bewegt

In Kürze bekommt Rutesheim Zuwachs. Flüchtlinge. Zunächst werden etwa 70 Menschen in die Wohncontainer in der Margarete-Steiff-Str. einziehen. 

Seit den Vorkommnissen in der Sylvesternacht 2015/2016 in Köln und anderen Städten haben noch mehr Menschen Sorge vor dem, was da wohl noch alles kommen kann. Was in Köln und anderswo passiert ist, ist eine Katastrophe für die Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind.

Es ist aber auch eine Katastrophe für die vielen Flüchtlinge, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Weil seither die Stimmung kippt, weil Misstrauen und Ablehnung wachsen. Da ist es nicht immer leicht, eine offene und positive Haltung zu finden oder zu behalten.
Weiterlesen „Was uns bewegt“

Was macht ein Flüchtling mit seinem Smartphone?

 

Foto_SN_orgAn einem schönen sonnigen Wintertag vor Weihnachten wollte ich mich mit meinem Leberkäsewecken in der Hand auf eine Bank in der neuen Stadtmitte setzen. Ich sah, dass schon eine junge Frau mit Kopftuch da saß und ganz vertieft in ihr Smartphone schaute. Sofort schoss mir durch den Kopf, ob es nichts Besseres gebe als Mitten am Tag mit dem Handy zu spielen. Ich gehöre noch zu der Generation, die mit einem Festnetztelefon mit Wählscheibe aufgewachsen ist und das Handy zum Telefonieren nutzt. Um ehrlich zu sein, ich besitze nicht mal ein Smartphone.

Beim näheren Hinsehen erkannte ich eine Weiterlesen „Was macht ein Flüchtling mit seinem Smartphone?“

Vielen Dank! Paljon kiitoksia! Dziękuję bardzo! Пуно Вам хвала! Muchas gracias! 정말 감사합니다! شكرا ! خیلی ممنون

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Am Samstag, den 1. November 2015 waren alle Rutesheimer Flüchtlinge und der Freundeskreis zu einem besonderen Nachmittag der Begegnung eingeladen. Über 80 Gäste sind ins Evangelische Gemeindehaus zu einem Begegnungsnachmittag mit Cello-Konzert gekommen.

Zunächst durften wir ein wunderschönes Konzert Weiterlesen „Vielen Dank! Paljon kiitoksia! Dziękuję bardzo! Пуно Вам хвала! Muchas gracias! 정말 감사합니다! شكرا ! خیلی ممنون“

CVJM-Kuchenverkauf auf dem Rutesheimer Wochenmarkt

Am kommenden Samstag, 10.10.2015  wird die CVJM-Jungschargruppe „Come“ in Kooperation mit dem „Freundeskreis Flüchtlinge Rutesheim“ ab 8.30 Uhr auf dem Rutesheimer Wochenmarkt Kuchen, Kaffee und Crepes verkaufen.

Der Erlös soll der Organisation  ‚Spendahilfe e.V.‘  zugutekommen. Sie unterstützt Flüchtlingskinder an der syrisch-türkischen Grenze. Nähere Informationen zu den Spenda-Projekten bekommen Sie am Stand. Zudem können Sie sich über die Flüchtlingsarbeit in Rutesheim und den Freundeskreis informieren.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Das Sommerferienprogramm im Café International war ein Erfolg

Das  ‚Café International‘  war während der Sommerferien 2015 jeden Dienstag geöffnet. Wir haben gemeinsam gebastelt, sind Minigolfen gegangen, haben eine Stadtrallye und vieles mehr gemacht. Groß und Klein hatten viel Spaß. Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben, uns Kuchen und Eintrittsgelder gespendet haben oder einfach vorbeigekommen sind. Es gibt schon Ideen für das nächste Ferienprogramm, denn die Herbstferien kommen bestimmt.

Thema Flucht im Magazin „fluter“

Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat die Sommerausgabe 2015 ihres Magazins „fluter.“ dem Thema Flucht gewidmet. Das Heft steht kostenlos als Download hier zur Verfügung: FLUTER.DE

Die bpb veröffentlicht regelmäßig Themen zu Politik, Geschichte und Gesellschaft. Die Informationen sind für alle Menschen gedacht, die sich für Demokratie, Politik und Gesellschaft in Deutschland interessieren.